SCHADE – Conversion Engineering für kohäsiven Kalkstein
16. September 2026
Nicht kategorisiert, SCHADE Lagertechnik

Von 100 auf über 600 t/h: Conversion Engineering für kohäsiven Kalkstein
Wie lässt sich mit einem bestehenden Non-SCHADE Brückenkratzer, der für rund 600 Tonnen pro Stunde ausgelegt ist, die vorgesehene Leistung erreichen, wenn anspruchsvolles Materialverhalten die tatsächliche Leistung auf rund 100 t/h begrenzt? Eine neue SCHADE Case Study zeigt, wie Materialuntersuchungen, DEM-Analyse und gezieltes Conversion Engineering kombiniert wurden, um ein Rückgewinnungskonzept auf Basis des tatsächlichen Verhaltens des kohäsiven Kalksteins zu entwickeln.
Wenn das Material die Herausforderung bestimmt
In einem Zementwerk im Fernen Osten befand sich ein bestehender Non-SCHADE Brückenkratzer grundsätzlich in gutem und gut gewartetem Zustand. Bei der Rückgewinnung des kohäsiven Kalksteingemischs erreichte die Maschine jedoch nur rund 17 % ihrer vorgesehenen Leistung.
Laboruntersuchungen zeigten, dass die Kohäsion des Kalksteins mit zunehmender Feuchtigkeit anstieg. Proben von der Rückgewinnungshalde, der Aufschüttungshalde und aus dem offenen Steinbruch wiesen Feuchtigkeitsgehalte von etwa 5,5–7,5 % auf. Die Herausforderung bestand daher nicht einfach darin, die Maschine zu modifizieren, sondern das Zusammenspiel zwischen Schüttgut, bestehender Anlage und ihren konstruktiven Schnittstellen zu verstehen.
Ausgelegt auf das tatsächliche Materialverhalten
Bevor das Umbaukonzept definiert wurde, untersuchte SCHADE das Verhalten des Schüttguts und bewertete die bestehende Maschine sowie ihre Schnittstellen. Materialtests, ein 3D-Laserscan und eine DEM-Analyse bildeten die Engineering-Grundlage für ein neues Rückgewinnungskonzept. Ziel war es, unter den untersuchten Materialbedingungen mindestens 600 t/h zu erreichen und gleichzeitig die neue Ausrüstung in den bestehenden Reclaimer zu integrieren.
Ein neues Rückgewinnungskonzept für die bestehende Maschine
Auf Basis des untersuchten Materialverhaltens entwickelte SCHADE ein neues Rückgewinnungskonzept speziell für den bestehenden Non-SCHADE Brückenkratzer. Zwei neu gefertigte SCHADE Active Harrows mit patentierten SCHADE Pile Crackers (Active Ploughs) bilden die mechanische Grundlage des Umbaus.
Die neue Konfiguration wurde anhand der aus dem untersuchten Schüttgutverhalten abgeleiteten Lasten dimensioniert. Spannungs- und Beulanalysen definierten die erforderlichen konstruktiven Anpassungen und Versteifungen der bestehenden Brücken- und Harrow-Tower-Struktur.
Mechanisches, konstruktives und elektrisches Engineering wurden so zu einem integrierten Umbaukonzept zusammengeführt, mit dem die neue Rückgewinnungsausrüstung in die bestehende Maschine und ihre Schnittstellen integriert werden konnte.

Vom Materialverhalten zur Maschinenauslegung
≈ 4 % Feuchtigkeit
DEM-basierte Lasten
600 t/h
600+ t/h
Das Engineering hinter dem Umbau
Die neue SCHADE Case Study gibt weitere Einblicke in das Engineering hinter dem Projekt – von der Untersuchung des Schüttguts und der Bewertung der bestehenden Maschine über 3D-Laserscanning und DEM-Analyse bis hin zur Entwicklung und Integration des neuen Rückgewinnungskonzepts.
Erfahren Sie, wie materialspezifisches Engineering die Anforderungen des kohäsiven Kalksteins in die Auslegungsbasis für das neue Rückgewinnungssystem überführte.
Engineering-Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen im Schüttgutumschlag
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